Linke wirft Landesregierung Versagen bei Bekämpfung von Altersarmut vor

Die Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt hat der Landesregierung vorgeworfen, die Altersarmut im Land politisch zu verschulden. Anlass ist eine aktuelle Debatte im Landtag über die Zukunft der Rentnerinnen und Rentner.

Die Fraktion beruft sich auf eine eigene Anfrage, wonach 60 Prozent der Rentner in Sachsen-Anhalt weniger als 1.400 Euro beziehen und damit von Armut bedroht seien.

Die Fraktionsvorsitzende Eva von Angern kritisierte in diesem Zusammenhang die Rentenpolitik der Bundesregierung scharf. Sie verwies auf einen Bericht der Bild-Zeitung über Vorschläge einer Rentenkommission, das Rentenalter schrittweise auf 70 Jahre zu erhöhen. „Kein Wunder, dass immer mehr Menschen an der CDU zweifeln“, so von Angern.

Sie beklagte zudem die anhaltenden Lohnunterschiede zwischen Ost und West: Im Vergleich zu Westdeutschland verdienten die Arbeiter hier 25 bis 30 Prozent weniger Lohn bei gleicher Arbeit.

Die Linke fordert die Einführung eines Landesfonds für Rentengerechtigkeit. Dieser solle regelmäßige Ausgleichszahlungen zwischen den Rentenmodellen der DDR und der heutigen Bundesrepublik ermöglichen. „Insbesondere wollen wir dabei die in der DDR geschiedenen Frauen berücksichtigen“, sagte von Angern.

Sie appellierte an Ministerpräsident und Landesregierung, nicht nur die Schuld auf Berlin zu schieben, sondern endlich Verantwortung zu übernehmen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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