Grünen-Chef Banaszak: Spekulationen über Kanzlerwechsel in der Union sind unverantwortlich

Der Parteivorsitzende der Grünen, Felix Banaszak, hat die Spekulationen über einen möglichen Kanzlertausch in der Union scharf kritisiert. Er wolle sich nicht an den Diskussionen um einen Wechsel von Hendrik Wüst zu Friedrich Merz beteiligen, sagte Banaszak am Freitag gegenüber RTL und ntv.

„Ich finde es unverantwortlich, dass die Regierung nach einem Jahr in einem so desaströsen Zustand ist, dass in den eigenen Reihen über einen Kanzlerwechsel spekuliert wird“, so Banaszak. Die Regierung habe jetzt einfach einen Job zu tun. Sie sei gewählt worden und habe eine stabile Mehrheit. In Deutschland gebe es „eine gute Tradition, dass Regierungen einfach mal vier Jahre vernünftig arbeiten“, führte er aus.

Banaszak äußerte sich selbstkritisch, dass auch seine Partei in der Ampel-Koalition nicht über die volle Distanz regiert habe. Trotzdem warf er Union und SPD vor, aus dem Scheitern der Ampel nichts gelernt zu haben. „Sie wiederholen all die Fehler, die damals schon gemacht wurden, und setzen noch fünf drauf“, sagte er.

Mit Blick auf Nordrhein-Westfalen lobte Banaszak die Zusammenarbeit von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) mit den Grünen. „Hendrik Wüst führt mit Mona Neubaur in Nordrhein-Westfalen eine sehr gut funktionierende Koalition. Es tut der Union gut, wenn sie mit Grünen zusammenarbeiten darf. Und in dem Spirit wird das in Nordrhein-Westfalen weitergehen“, sagte er. In Berlin sei diese Regierung gewählt und habe jetzt zu arbeiten.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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