Mehrere AfD-Funktionäre wollen Anfang Juni zu Putins Wirtschaftsforum in St. Petersburg reisen

Mehrere hochrangige AfD-Funktionäre wollen Anfang Juni zu einem Wirtschaftskongress im russischen St. Petersburg reisen. Das berichtet das Nachrichtenportal „T-Online“.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Steffen Kotré, hat dem Portal seine Teilnahme ebenso bestätigt wie der sächsische AfD-Landeschef und -Landtagsabgeordnete Jörg Urban. Laut T-Online soll außerdem der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, nach St. Petersburg reisen. Er ist auch Landeschef der AfD in Baden-Württemberg.

Frohnmaier hatte im Oktober vergangenen Jahres mitgeteilt, er plane im Frühjahr eine Reise nach Russland. Vor zehn Tagen hatte er dann, gefragt von Journalisten, offengelassen, ob er die Einladung nach St. Petersburg wahrnehme und gesagt, er prüfe seine Teilnahme noch. Frohnmaier selbst wollte sich am Freitag auf Anfrage von T-Online nicht äußern.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré erklärte, eines seiner Ziele auf der Reise sei es, zu zeigen, „dass wir Friedensdiplomatie wollen und keine Kriegsrhetorik, wie sie die Bundesregierung leider unbegründet von sich gibt“. Deutschland brauche außerdem wieder „preiswerte und sichere Energie aus Russland“. Sachsens Landeschef Urban teilte mit, dass seiner Ansicht nach Sachsen Russland als „Garant für Frieden und Wohlstand in Europa“ brauche.

Der russische Präsident Wladimir Putin ist Schirmherr des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg vom 3. bis zum 6. Juni und in der Regel auch der prominenteste Redner dort. Im vergangenen Jahr wiederholte Putin dort am Rednerpult seine Maximalforderungen in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine. „Wo der Fuß eines russischen Soldaten hintritt, das gehört uns“, sagte er.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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