Konflikt um Landeerlaubnis für Israir-Maschine in Slowenien

Ein Flugzeug der israelischen Fluggesellschaft Israir, das in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana landen sollte, ist zur Umleitung nach Zagreb in Kroatien gezwungen worden. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, hatten die slowenischen Behörden die Landeerlaubnis verweigert.

Israir wirft den slowenischen Verantwortlichen „politisch motivierte Entscheidungen“ vor. Firmenchef Uri Sirkis sprach von einem Verstoß gegen geltende Luftverkehrsabkommen und EU-Recht. Nach Angaben von Sirkis hatten sich offizielle israelische Stellen wie das Außenministerium und die Luftfahrtbehörde eingeschaltet, um doch noch eine Lösung für die geplante Landung zu finden. Die Bemühungen blieben aber ohne Erfolg.

Slowenien galt in den vergangenen Jahren innerhalb der EU als besonders israelkritisch. Im Mai 2024 erkannte die Regierung einen palästinensischen Staat an, im Juli 2025 verhängte sie Sanktionen gegen die israelischen Minister Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich. Der neue slowenische Regierungschef Janez Jansa, der seit Mai wieder im Amt ist, gilt allerdings als proisraelisch.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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