Linken-Spitzenkandidatin von Angern stellt Bedingungen für Unterstützung von CDU-Ministerpräsident Schulze

Die Linken-Spitzenkandidatin für Sachsen-Anhalt, Eva von Angern, ist offen für eine Unterstützung von CDU-Ministerpräsident Sven Schulze nach der Landtagswahl. „Wir würden Schulze mitwählen, wenn er seine rechten Narrative aufgibt“, sagte von Angern im Berlin Playbook Podcast des Nachrichtenmagazins Politico.

Hintergrund sind mögliche komplizierte Mehrheitsverhältnisse nach der Landtagswahl am 6. September. Die AfD liegt in Umfragen deutlich vor der CDU. Von Angern verwies auf gemeinsame Entscheidungen von CDU und Linken im Landtag. „Mit der Parlamentsreform haben wir bewiesen, dass uns ein Ziel eint“, sagte sie. Dabei gehe es um den Schutz von Demokratie und unabhängiger Justiz.

Eine Unterstützung käme jedoch nur unter Bedingungen infrage. „Wir sind nicht ohne Bedingungen zu haben“, sagte von Angern. Die CDU müsse aufhören, „auf Bürgergeldempfängerinnen nach unten“ zu treten und sich für „armutsfeste Löhne“ einsetzen.

Zugleich grenzte sich von Angern von Aussagen des neuen Linken-Vorsitzenden Luigi Pantisano ab, der die CDU zuletzt als „faschistisch“ bezeichnet hatte. „Weder die CDU noch die Politik der CDU ist faschistisch“, sagte sie. Die CDU bediene zwar häufig rechte Narrative, sei aber „ausdrücklich keine faschistische Partei“. „Es sind Demokratinnen und Demokraten, die andere Politik machen als wir Linke“, sagte von Angern.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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