Kenia: Mordanklage gegen acht Schülerinnen nach Internatsbrand

Nach einem tödlichen Feuer in einem Mädcheninternat in Kenia hat die Staatsanwaltschaft Anklagen gegen mehrere Schülerinnen wegen Mordes angekündigt. Ihnen wird vorgeworfen, den Brand in ihrer Schule gelegt zu haben, bei dem im vergangenen Monat mehrere Mitschüler ums Leben kamen.

Bei dem Feuer in einem Schlafsaal der Schule in Gilgil, rund 120 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Nairobi, starben Ende Mai 16 Schülerinnen im Alter von 15 bis 18 Jahren. Dutzende weitere wurden verletzt.

Die Polizei nahm acht Verdächtige fest. Sie sollen die Matratzen in der Nähe eines Ausgangs angezündet haben. Die Generalstaatsanwaltschaft habe nach sorgfältiger Prüfung der Beweise die Anklage genehmigt, teilten die Behörden mit.

Nach Vernehmungen und der Auswertung von Überwachungsvideos gelten die festgenommenen Schülerinnen als tatverdächtig. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Ein genauer Termin für die Anklageerhebung wurde zunächst nicht genannt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    MPK: Bund soll 75 Prozent der Mehrausgaben von Ländern und Kommunen kompensieren

    Der Bund soll Ländern und Kommunen bei neuen Leistungsgesetzen etwa zur Sozialhilfe künftig 75 Prozent der ihnen entstehenden Mehrausgaben kompensieren, wenn dadurch ein Schwellenwert von 250 Millionen Euro überschritten wird.Das…

    EU-Digitalkommissarin: US-Exportbeschränkungen für KI-Modelle sind falscher Ansatz

    EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen kritisiert die jüngsten US-Exportbeschränkungen für die KI-Modelle der Firma Anthropic. Sie halte die Exportkontrollen der Amerikaner nicht für die richtige Herangehensweise, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“. Sollten…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert