Dax setzt Talfahrt fort: Leitindex fällt unter 24.850 Punkte vor US-Konjunkturdaten

Der Dax hat am Donnerstag bis zum Mittag seine anfänglichen Verluste weiter ausgebaut. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.848 Punkten berechnet, 0,6 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Healthineers, BASF und SAP. Abschläge gab es dagegen unter anderem bei den Papieren von Eon, RWE und Infineon.

„Es fällt den Anlegern derzeit schwer, sich für eine Kursrichtung nachhaltig zu entscheiden“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Die Optimisten setzen auf eine Konjunkturerholung, angetrieben durch gute Indikatoren aus den USA und China, und die Pessimisten verweisen auf die am Horizont auftauchenden Inflationsgefahren.“

Die Notenbanken versuchten sich passend dazu durch elegante Verbalinterventionen neutral zu positionieren, erklärte der Analyst. „Dass sich der Dax vor den heute noch anstehenden US-Konjunkturdaten nicht losreißen würde, war zu erwarten. Nach dem Zahlenreigen wird sich der Markt zumindest kurzfristig für eine Richtung entscheiden müssen“, so Lipkow. „Ob die Kraft allerdings ausreicht, um Rekorde wieder anzulaufen, darf bezweifelt werden. Wichtig ist, dass die Daten keine weiteren Gewinnmitnahmen im Dax auslösen, die sich in den vergangenen Tagen vermehrt gezeigt haben.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1463 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8724 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 84,61 US-Dollar, das waren 34 Cent oder 0,4 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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