Pisa-Studie 2025: Deutschlands Schüler erreichen historischen Tiefstand in Kernkompetenzen

Die Leistungen der 15-jährigen Schüler in Deutschland in den Bereichen Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik sind auf einem historischen Tiefstand gesunken. Das geht aus den Ergebnissen der Pisa-Studie 2025 hervor, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurden.

Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erreicht Deutschland nur noch das Durchschnittsniveau der OECD-Staaten. Rund ein Fünftel der Schüler verfügt in keinem der drei Bereiche über ausreichende Basiskompetenzen.

Der Zusammenhang zwischen den naturwissenschaftlichen Kompetenzen der Schüler und dem sozioökonomischen Status ihrer Familien ist zudem so stark wie nie zuvor. In Deutschland hat dieser Zusammenhang den höchsten Wert seit Beginn der Pisa-Studien erreicht. Nur zwei Prozent der Schüler aus sozioökonomisch benachteiligten Familien erwerben hohe Kompetenzen, während es bei privilegierten Familien rund 25 Prozent sind.

Die Forscher empfehlen, Unterstützungsbedarf früh zu identifizieren und Kleinkinder gezielt zu fördern. Zudem sollten Schulen entsprechend ihrem Unterstützungsbedarf gestärkt werden. Samuel Greiff, Bildungsforscher an der TUM und Leiter des deutschen Teils der Pisa-Studie, sagte, dass die Ergebnisse Anlass zur Sorge geben, aber „kein Schicksal“ seien. Bildungssysteme könnten sich verändern, was Deutschland nach dem Pisa-Schock vor 25 Jahren selbst bewiesen habe.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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