Die Ratingagentur Standard & Poor´s hat dem Freistaat Sachsen erneut die höchste Bonitätsnote AAA bescheinigt. Das Sächsische Staatsministerium der Finanzen teilte mit, dass die Agentur damit ihre Analyse aus dem vergangenen Jahr bestätigt.
Das Ratingverfahren wurde Ende August abgeschlossen.
Bonitätsnoten von Ratingagenturen beeinflussen die Zinskonditionen, zu denen sich ein Staat am Kapitalmarkt finanzieren kann. AAA ist die höchste Bonitätsnote, die S&P vergibt.
Ein Bundesland mit dieser Bewertung gilt als besonders kreditwürdig und finanziell stabil, was ein sehr geringes Ausfallrisiko bei Krediten bedeutet. Für die Bewertung analysieren Ratingagenturen unter anderem die wirtschaftliche Lage und ihre Entwicklung, die strukturelle Lage und Entwicklung des Staatshaushalts, das Finanzmanagement sowie die Verschuldung eines Landes.
Der Freistaat Sachsen wird nach den Festlegungen im aktuellen Doppelhaushalt in diesem Jahr voraussichtlich rund 170 Millionen Euro Zinsen für aufgenommene Kredite zahlen.
Die Verschuldung am Kreditmarkt betrug zum Ende 2025 rund sieben Milliarden Euro. Mit 3.193 Euro pro Kopf hatte Sachsen Ende 2025 nach Bayern mit 2.760 Euro die zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung bundesweit.
Der Anteil der Zinsausgaben am Gesamthaushalt liegt mit 0,4 Prozent am niedrigsten unter den Bundesländern.

