Berlin-Wahl: Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp fordert mehr Personal gegen Organisierte Kriminalität und Schutzgelderpressung

Die Spitzenkandidatin der Berliner Linken, Elif Eralp, will die Strafverfolgung im Bereich der organisierten Kriminalität stärken. „In diesem Bereich können wir nicht sparen, sondern müssen zusätzlich Personal einsetzen“, sagte Eralp dem Nachrichtenportal T-Online. Eralp distanzierte sich dabei vom Begriff „Clankriminalität“, betonte aber die Bedeutung von Schwerpunktstaatsanwaltschaften in diesem Bereich.

„Da denke ich auch an Steuerhinterziehung, die wir stärker bekämpfen müssen“, fügte sie hinzu. Dadurch gingen dem Staat Millionen durch die Lappen. „In Berlin ist auch die Schutzgelderpressung ein riesiges Problem, Menschen werden erschossen“, so Eralp weiter. „Da müssen wir ran, da brauchen wir mehr Personaleinsatz.“

Politiker der Berliner Linken hatten in der Vergangenheit immer wieder dazu aufgerufen, der Polizei die Mittel zu kürzen. Eralp sagte dazu: „Ich spare nicht an der Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner.“ Man müsse aber überprüfen, wie man die Polizei sinnvoller einsetzen könne. „Muss die Polizei wirklich alle Sachschäden bei Verkehrsunfällen protokollieren? Ist bei jeder Demonstration wirklich ein so großes Polizeiaufgebot notwendig? Ich glaube nicht“, so Eralp.

Weiter sagte sie: „Dort, wo viel Unsicherheit und Kriminalität herrscht, werden wir nicht auf die Polizei verzichten können. Aber sie ist kein Allheilmittel.“ Am Kottbusser Tor und am Görlitzer Park habe man gesehen, dass die Kriminalität sich durch mehr Polizei nur verschoben habe. „Ich setze daher vor allem auf Sozialarbeit und mehr Prävention.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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