Streeck: Pauschales Social-Media-Verbot allein löst Problem nicht

Der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, (CDU), zweifelt am Erfolg eines pauschalen Social-Media-Verbots. „Wir brauchen ein evidenzbasiertes Gesamtpaket: mehr Medienkompetenz, verbindliche Altersregeln, klare Verantwortung der Plattformen und Schutzmechanismen gegen suchtfördernde Designs“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete dem Focus. „Ein pauschales Social-Media-Verbot allein wird das Problem aber nicht lösen.“

Der Virologe warnt vor den negativen Konsequenzen von sozialen Netzwerken. „Studien zeigen, dass bereits jedes vierte Kind ein problematisches oder riskantes Mediennutzungsverhalten entwickelt. Das liegt nicht nur am individuellen Umgang, sondern auch an Plattformstrukturen“, so Streeck.

Mit Blick auf das SPD-Konzept für ein Social-Media-Verbot bis zum Alter von 14 Jahren sagte er weiter: „Deshalb unterstütze ich parteiübergreifend jede Initiative, die den Kinder- und Jugendschutz im digitalen Raum stärkt – auch die aktuelle Debatte.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Binance-Hackerangriff: Milliarden eingefroren und Auszahlungen gestoppt

    Die Kryptobörse Binance ist Ziel eines schweren Hackerangriffs geworden. Das Unternehmen teilte mit, dass Gelder im Wert von knapp drei Milliarden US-Dollar eingefroren worden seien, um einen massiven Diebstahl zu…

    Importpreise September 2026 steigen um 10,4 Prozent – stärkster Anstieg seit November 2022

    Die Importpreise sind im September 2026 um 10,4 Prozent höher gewesen als im September 2025. Dies war der stärkste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit November 2022 (+12,3 Prozent gegenüber November…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert