Die Zahl der Leiharbeiter in Sachsen-Anhalt ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. Im Juni 2025 waren rund 14.700 Personen in der Zeitarbeit beschäftigt, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte.
Das sind 700 weniger als im Vorjahr und entspricht einem Rückgang von fünf Prozent. Damit macht die Zeitarbeit weiterhin nur etwa zwei Prozent aller Beschäftigten im Land aus.
Während die Zahl der deutschen Leiharbeitnehmer um 1.100 Personen sank, stieg die Zahl der ausländischen Beschäftigten um 200. Ihr Einsatz konzentriert sich vor allem auf die Logistik und Industrie, insbesondere in der Lagerwirtschaft, Post, Zustellung und im Güterumschlag (42 Prozent) sowie in Metall- und Maschinenbauberufen (16 Prozent).
Im Jahr 2025 nahmen 6.400 Arbeitslose eine Beschäftigung in der Zeitarbeit auf, 200 weniger als 2024. Gleichzeitig meldeten sich 7.200 ehemalige Leiharbeitnehmer arbeitslos.
Leiharbeitnehmer verdienten Ende 2024 im Median 2.200 Euro brutto im Monat und damit deutlich weniger als der Durchschnitt aller Vollzeitbeschäftigten mit 3.400 Euro. Der Vorsitzende der Regionaldirektion, Markus Behrens, erklärte, die aktuellen konjunkturellen Unsicherheiten belasteten auch die Zeitarbeit.
Unternehmen bauten bei Auftragsrückgang zuerst Zeitarbeitskräfte ab, bevor sie die Stammbelegschaft reduzierten.
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