Das Landgericht Chemnitz hat am Donnerstagmorgen fünf Angeklagte wegen Einschleusens von Ausländern verurteilt. Das Gericht teilte mit, dass es in dem Verfahren um vietnamesische Prostituierte ging, die ohne erforderliche Papiere in mehreren Städten, unter anderem in Chemnitz, in Wohnbordellen tätig waren.
Die Hauptangeklagten, Vu und Khuc, wurden wegen versuchten und vollendeten gewerbsmäßigen Einschleusens in insgesamt 17 Fällen schuldig gesprochen.
Sie erhielten jeweils eine Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten. Zudem muss das Duo einen Wertersatz von 80.500 Euro zahlen.
Ein weiterer Angeklagter, Alfons Straubinger, wurde wegen gewerbsmäßigen Einschleusens in neun Fällen zu vier Jahren und vier Monaten Haft verurteilt und muss 28.100 Euro erstatten.
Zwei weitere Männer erhielten Bewährungsstrafen. Maximilian Straubinger wurde zu einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt, Hovorka zu einem Jahr und vier Monaten.
Das Gericht sah die Zusammenarbeit der Beteiligten nicht als bandenmäßig an, da es keine entsprechende Abrede feststellen konnte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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