Dax startet mit Verlusten: Eskalation im Nahen Osten belastet Aktienmarkt

Der Dax ist am Mittwoch mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.915 Punkten berechnet und damit 0,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag. An der Spitze rangierten die Deutsche Bank, die Commerzbank und Adidas, am Ende Gea, Scout24 und Volkswagen.

„Die Eskalationsspirale dreht sich weiter. Wir erleben gerade eine gefährliche Spirale aus Militärschlägen und Vergeltungsschlägen“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. Nach einer anfänglichen Gelassenheit sorge die erneute Eskalation im Nahen Osten jetzt doch für mehr und mehr Sorgen an den Börsen.

„Hier sind es steigende Energiepreise und zunehmende Inflationssorgen, die Aktien- und Rentenkurse einbrechen lassen. Der Gaspreis steht jetzt so hoch wie seit dem Jahr 2023 nicht mehr. Solche Anstiege bei den Energiekosten werden zwangsläufig zu einer neuen Inflationswelle führen.“ Und die werde bereits jetzt mit höheren Zinsen eingepreist. „Die Rendite fünfjähriger Bundespapiere hat erstmals seit dem Jahr 2008 die Marke von drei Prozent überschritten.“

„Die neuen Sorgen kommen jetzt auch verstärkt beim Dax an“, so Altmann. „Erstmals seit zwei Monaten hat der deutsche Leitindex an zwei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils mehr als ein Prozent verloren. Wir sehen jetzt die lange erwarteten Gewinnmitnahmen.“ Spannend und möglicherweise richtungsweisend werde jetzt, wie Anleger auf das Unterschreiten der psychologisch wichtigen Tausendermarke reagieren.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1573 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8641 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 94,86 US-Dollar; das waren 21 Cent oder 0,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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