Kosmehl kritisiert mangelnden Opferschutz nach Magdeburger Anschlag

Guido Kosmehl, rechtspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, hat die Strafverfolgungsbehörden für den mangelnden Opferschutz im Fall des mutmaßlichen Attentäters vom Magdeburger Weihnachtsmarkt kritisiert. Er sagte am Freitag, dass es nicht nur Aufgabe der Behörden sei, Ermittlungen zu führen und Anklagen zu erheben, sondern auch den Opferschutz im Blick zu behalten.

Die direkte Kontaktaufnahme des Beschuldigten zu den Opfern hätte verhindert werden müssen.

Kosmehl wies darauf hin, dass die Justizvollzugsgesetze Möglichkeiten bieten, um den Opferschutz während der Untersuchungshaft zu gewährleisten. Er sagate, dass der Schutz der Opfer auch während dieser Phase beachtet werden muss.

Zudem äußerte er Bedenken über die Entscheidung der Justiz, die Zahl der Nebenkläger auf zwei zu begrenzen, was seiner Meinung nach nicht ausreichend sei, um den 68 Betroffenen Gehör zu verschaffen.

Der Anschlag von Magdeburg sei eine Zäsur, so Kosmehl weiter. Er forderte, alles dafür zu tun, dass sich eine solche Tat nicht wiederhole und den Opfern die bestmögliche Unterstützung sowie Beteiligung im Strafverfahren zu sichern.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Cannabis-Fahrt, Tempo 132 und E-Scooter ohne Versicherung

    Am Montag hat die Polizei bei Verkehrskontrollen in Osterburg, Seehausen und Stendal mehrere Verstöße festgestellt. Das teilte das Polizeirevier Stendal am Dienstag mit. Gegen 06:45 Uhr kontrollierten Beamte in Osterburg…

    Bundespolizei zieht Bilanz nach Schwerpunkteinsatz in Halle und Dessau-Roßlau

    Die Bundespolizei hat bei einem erneuten Schwerpunkteinsatz in Sachsen-Anhalt am vergangenen Wochenende die Sicherheit im Bahnverkehr erhöht. Wie die Bundespolizeiinspektion Magdeburg am Dienstag mitteilte, beteiligten sich verstärkte Einsatzkräfte von Freitag…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert