Ermittlungen gegen mutmaßliche militante Tierschützer nach Durchsuchungen in Dresden

Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Sachsen haben Ermittlungen gegen fünf Männer wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung aufgenommen. Das teilten die Behörden am Freitagvormittag mit.

Den Beschuldigten, einem 27-jährigen Österreicher und vier Deutschen im Alter von 21 bis 35 Jahren, wird vorgeworfen, sich in Dresden zu einer Gruppierung zusammengeschlossen zu haben, um durch militante Aktionen die Jagd zu unterbinden.

Der Vereinigung wird zur Last gelegt, zwischen Dezember 2023 und Mai 2025 in 24 Fällen insgesamt 75 Jagdeinrichtungen in und um Dresden beschädigt oder zerstört zu haben. Der geschätzte Gesamtschaden beläuft sich auf 70.000 Euro.

An den Tatorten sollen Botschaften der als terroristisch eingestuften ‚Animal Liberation Front‘ hinterlassen worden sein. Von den beschädigten Ansitzplätzen drohten zudem Gefahren für die Jäger.

Im Zuge der Ermittlungen wurden am 4. und 6. März Durchsuchungen in Wohnungen in Dresden, Leipzig und Halle (Saale) durchgeführt.

Dabei konnten elektronische Geräte, Speichermedien, Unterlagen und Werkzeuge sichergestellt werden. In einer Wohnung wurde eine größere Menge Cannabis gefunden.

Haftbefehle wurden nicht beantragt, da laut Staatsanwaltschaft derzeit keine Haftgründe vorliegen. Die Ermittlungen dauern an.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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