Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat ihre Welterbestrategie bis 2031 fortgeschrieben. Das teilte das Ministerium für Kultur in Magdeburg mit.
Das Kabinett hat den Maßnahmeplan „Weltkultur erleben in Sachsen-Anhalt – Entwicklung von Kulturlandschaft, Landesidentität, Markenbildung und Marke – Landesstrategie 2026-2031“ verabschiedet. Die Kampagne „6 Staunenswerte“ soll fortgeführt werden.
Mit der Fortschreibung knüpft das Land an den bisherigen Maßnahmenplan aus den Jahren 2020 bis 2025 an.
Neue Schwerpunkte sind Klimaanpassung, Sicherheit von Kulturgütern, Immaterielles Kulturerbe und Industriekultur. Außerdem soll der internationale Tourismusmarkt stärker in den Blick genommen werden.
Kulturminister Rainer Robra sagte: „Sachsen-Anhalt gehört zu den kulturreichsten Regionen Deutschlands. Das zeigt sich eindrucksvoll an der außergewöhnlichen Dichte unserer Welterbestätten. Mit der Fortschreibung unserer Welterbestrategie bekennen wir uns klar dazu, dieses einzigartige Erbe zu bewahren, denkmalgerecht weiterzuentwickeln und gleichzeitig fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen.“
Für die kommenden fünf Jahre hat sich das Land drei Ziele gesetzt: die Koordinierung, Bündelung und Finanzierung der Welterbepolitik, die Stärkung der internationalen Bekanntheit und die Einbindung der Zivilgesellschaft sowie den Schutz und die denkmalgerechte Erschließung der Welterbestätten.
Geplant sind unter anderem Notfallpläne nach der Haager Konvention, Maßnahmen zur Klimaresilienz und die Digitalisierung durch 3D-Scans und GIS-Monitoring.
Sachsen-Anhalt verfügt über fünf UNESCO-Welterbestätten: das Bauhaus Dessau, das Dessau-Wörlitzer Gartenreich, die Lutherstätten in Wittenberg und Eisleben, die Welterbestadt Quedlinburg und den Naumburger Dom. Hinzu kommen die Himmelsscheibe von Nebra und einige der Frühen Schriften der Reformationsbewegung.
Unter der Dachmarke „6 Staunenswerte“ und dem Landesmotto #moderndenken werden die Stätten touristisch und kommunikativ gebündelt. Bereits bestehen Kooperationen mit der Deutschen Zentrale für Tourismus und dem SC Magdeburg, außerdem gibt es digitale Angebote wie den „WelterbeKompass“ und die preisgekrönte Gartenreich-App.
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